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  Jugendwerkstatt-Regensburg  
 

Liebe Schwestern und Brüder,

sehr geehrte Damen und Herren,

„Du kannst was!“, dieser Zuspruch macht Menschen Mut, gibt Zuversicht und eröffnet Teilhabe. Menschen, die arbeitslos geworden sind, vielleicht schon zehn, zwanzig, dreißig oder noch mehr Bewerbungen geschrieben haben, Menschen, die nie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden, weil sie zu alt sind oder irgendein Handicap haben, beginnen an sich selber zu zweifeln. Dabei können sie doch auch etwas, sie warten nur auf die Einladung „Bitte eintreten“.

Die „Aktion 1+1“ ist eine Aufforderung einzutreten, weil sie Menschen, die etwas können, einen Arbeitsplatz bietet. Zum Beispiel die 39-jährige B. Sie wurde nach dem Studium schwer depressiv und fand auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Anstellung. Mit Hilfe der „Aktion 1+1“ konnte das Dekanat einen Arbeitsplatz als Bürogehilfin schaffen. Hier konnte Frau B. eintreten, ihre Fähigkeiten sind nun wieder gefragt.

Oder der 22-jährige M. Eigentlich war er nicht vermittelbar, „mehrfache Vermittlungshemmnisse“ heißt das in der Amtssprache. Dann kam einer, sagte: „Du kannst was!“ und schuf mit Hilfe von „1+1“ einen Ausbildungsplatz für Bürokommunikation. Heute arbeitet M. als Anleiter in einer diakonischen Einrichtung.

Auch für den 60-jährigen A. gab es nach einer Krankheit keinen Weg mehr zurück ins Arbeitsleben. Doch er wollte arbeiten, dabei sein, die eigenen Fähigkeiten zur Verfügung stellen. Dann schuf eine Kirchengemeinde mit Spenden aus der „Aktion 1+1“ eine halbe Stelle als Hausmeister und gab Herrn A. wieder die Möglichkeit einzutreten.

Die Arbeitslosenstatistik will weismachen, dass alles in Ordnung sei und alle, die sich bemühen auch einen Platz auf dem Arbeitsmarkt finden können. Dabei wird übersehen, dass immer mehr Menschen durch das Raster der Erwartungen fallen und auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Weil sie zu alt sind, weil sie gesundheitlich nicht voll fit sind oder irgendein anderes Handicap ihnen die Tür zu einem Arbeitsplatz verschließt. Darum ist die „Aktion 1+1 – Mit Arbeitslosen teilen“ eine Mutmachaktion für viele, die auch gerne arbeiten würden. Das geht aber nur, wenn viele sich solidarisch zeigen mit den Menschen, die sonst nicht zum Eintreten eingeladen werden.

Wir bitten Sie herzlich, auch in diesem Jahr die „Aktion 1+1 – Mit Arbeitslosen teilen“ zu unterstützen und in Ihrer Gemeinde bekannt zu machen. Die Evang.-Luth. Kirche in Bayern wird ihr Engagement für arbeitslose Menschen fortsetzen und die Spenden weiterhin verdoppeln. Nutzen Sie die Materialien, die wir für Ihren Gottesdienst, für Ihren Schaukasten und für Ihren Gemeindebrief anbieten.

Bitte werben Sie wieder um Spenden in Ihrer Gemeinde, damit möglichst viele Menschen mit der „Aktion 1+1“ „Eintreten“ können und durch Arbeit Teilhabe am Leben bekommen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Dorothea Kroll-Günzel

Geschäftführerin der Aktion 1+1

Dr. Johannes Rehm

Pfarrer, Leiter des kda Bayern



 

 

 
 
 
 
 
 
   
 
 
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